1.PBV-Delmenhorst

Pool Billard Verein – The Hustlers

CAT | Spielbetrieb

Sep/11

24

Alle staunen über Luca

Mit sicherer Hand locht Luca Brandl ein. „Jetzt kommt es auf die Feinheiten an“, sagt Thomas Berg, der ihm hier Tipps gibt. Foto: Rolf Tobis

Mit sicherer Hand locht Luca Brandl ein. „Jetzt kommt es auf die Feinheiten an“, sagt Thomas Berg, der ihm hier Tipps gibt. Foto: Rolf Tobis

Ein Elfjähriger verblüfft die Mitglieder des 1. Poolbillard-Vereins. Luca Brandl ist erst kurz dabei, locht aber zum großen Erstaunen aller Vereinsmitglieder auch schon schwierige Bälle mit einem hohen Maß an Sicherheit ein. Von Torsten Heidemann Delmenhorst. Die blaue 2 hat er gerade versenkt, schon kreidet Luca Brandl wieder das Queue. Der Elfjährige lässt die Kreide unter seinem Vereinshemd in die Jeans gleiten und setzt schon zum nächsten Stoß an. Wieder fällt eine Kugel. „Seine Sicherheit ist schon beeindruckend“, urteilt Herrenspieler Thomas Berg über ein Talent, das der Poolbillard-Verein Delmenhorst in dieser Form noch nicht gesehen hat. Über Bande oder lange Wege – mal zart, mal hart: Der Fünftklässler hat einfach eine gute Spielanlage. „Ich habe im Jugendhaus Sachsenstraße Billard gespielt und wollte unbedingt in einen Verein“, erklärt Luca. Das war vor vier Monaten. Inzwischen hat er bei den Bezirksmeisterschaften den vierten Platz belegt. Seine Konkurrenten waren in Oldenburg bis zu 15 Jahre alt – und vor allem spielen sie schon viel länger als er. Thomas Berg, der im Verein die Kasse führt, die Pressearbeit macht und selbst Punktspiele bestreitet, möchte das Talent mit den anderen aktiven Vereinsspielern fördern. „Jetzt kommt es auf die Feinheiten an“, sagt Berg und meint damit den Spielaufbau und das Vorausdenken. Dafür gibt es viele Übungen, die Luca allesamt aufsaugt wie ein Schwamm das Wasser. Ein Beispiel: Die gegnerischen Kugeln werden im Training durch Münzen ersetzt. „So hat er den freien Blick für seine Kugeln und kann sich überlegen, welchen Weg er zu seinem Ziel gehen möchte“, erläutert Berg. An Lucas Seite ist Mutter Heidi Brandl. „Unter der Woche begleite ich meinen Sohn, am Wochenende kommt sein Vater häufig mit“, erklärt sie. Luca habe zuvor schon Fußball, Tischtennis, Schwimmen und Handball ausprobiert, aber beim Billard gehe er vollkommen auf. Er ist jeden Tag in der Pool-Arena, unter zwei Stunden kommt die Mama nicht davon. „Wir haben schon gescherzt, dass wir ihm ein Klappbett in den Trainingsraum hinstellen und dass Luca dann im Schlafanzug gleich morgens loslegen kann“, sagte die Mutter. Die Ergänzung von Luca war: „Das ist eine gute Idee.“ Auch während der Trainingseinheit ist der Elfjährige nicht auf den Mund gefallen. „Ich mag Neunball lieber als Achtball. Beim Neunball spiele ich mit der 1 die 9 an, eine Kombi also, dann fällt die 9 und aus die Maus“, skizziert er den kürzesten Weg zu einem Sieg in dieser Disziplin. So einfach kann Billard sein. Thomas Berg, der sich von Luca jeden Tag mehrfach verblüffen lässt, lobt seinen Youngster immer wieder aufmunternd. „Super, Luca“ hören die Vereinsmitglieder jetzt häufiger in der Pool-Arena an der Elsflether Straße. Mit seinem vierten Platz bei der Bezirksmeisterschaft ist Luca Brandl ein Kandidat für die Landesmeisterschaft. „Wenn einer der ersten drei Spieler im Januar nicht nach Hannover fährt, rückt Luca nach“, erklärt Berg. „Diese Chance werden wir ihm natürlich nicht verbauen.“ An der Elsflether Straße hoffen alle, dass der Billardsport bei Luca eine sehr viel größere Halbwertzeit hat als Fußball, Tischtennis, Schwimmen oder Handball. Es sieht ganz danach aus.

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Bei den Poolbillard-Bezirkseinzelmeisterschaften im 10-Ball konnte dass startende Quartett des 1. Poolbillardvereins Delmenhorst, bestehend aus Dirk Marquardt, Jürgen Heinken, Daniel Wülbeck und Thomas Berg, durchweg mit guten Ergebnissen aufwarten.
Daniel Wülbeck
Dirk Marquardt erreichte in der in Hamburg-Harburg gespielten Meisterschaft der bis 40-jährigen einen sehr guten fünften Platz und damit die Qualifikation für die Landesmeisterschaften im August in Lingen.

In Zeven wurde die Meisterschaft der über 40-jährigen ausgetragen. Thomas Berg schaffte es hier auf Rang Neun. Jürgen Heinken erkämpfte sich den fünften Platz.

Daniel Wülbeck (Bild) verlor zwar in der Hauptrunde gegen den späteren Zweiten Klaus Karow von Billardfreunde Bremen, spielte sich dann aber teilweise sehr souverän durch die Verliererrunde und behielt auch im Finale die Oberhand.

Durch seinen ersten Titelgewinn sicherte er sich natürlich auch seinen Platz bei den Landesmeisterschaften, die im August in Hannover ausgetragen werden.

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8er-Ball

15 Kugeln, 2 Gruppen: 8-Ball ist ein Ansagespiel, das mit 15 durchnummerierten farbigen Kugeln und der weißen gespielt wird. Ein Spieler muss die Kugeln der Gruppe von 1 – 7 (Volle) spielen, während der Gegner die Kugeln von 9 – 15 (Halbe) spielt. Der Spieler, der als erster auf korrekte Art und Weise die Kugeln seiner Gruppe und dann die 8 versenkt, gewinnt das Spiel.


9er-Ball

9-Ball wird mit neun nummerierten farbigen Kugeln (Nr. 1 – 9) und der weißen gespielt. Bei jedem Stoß muss als erste Kugel diejenige mit der niedrigsten Zahl angespielt werden, aber die Kugeln müssen nicht in der Reihenfolge versenkt werden. Wenn ein Spieler eine Kugel korrekt versenkt, dann bleibt er solange am Tisch, bis er eine Kugel verschießt, ein Foul begeht oder die 9 versenkt und das Spiel damit gewinnt. Nach einem Fehlstoß muss der dann aufnahmeberechtigte Gegner von der Position weiterspielen, an der die Weiße liegen geblieben ist. Nach einem Foul hat der Gegner freie Lageverbesserung auf dem ganzen Tisch. Es muss nichts angesagt werden.


14/ler-Spiel

14/1 ist ein Ansagespiel. Der Spieler muss Kugel und Tasche ansagen. Der Spieler bekommt für jede korrekt angesagte und mit einem korrekten Stoß versenkte Kugel einen Punkt und darf solange weiterspielen, bis er entweder keine Kugel einlocht oder ein Foul begeht. Der Spieler kann 14 Kugeln versenken, aber bevor er die 15. Kugel (die letzte sich auf dem Tisch befindliche) spielt, werden die 14 Kugeln wieder als Dreieck aufgebaut ,nur ohne die vordere Kugel. Der Spieler versucht dann, die 15. Kugel so zu versenken, dass die aufgebauten Kugeln gelöst werden und er weiterspielen kann. Der Spieler, der als erster die vorgegebene Punktzahl – beispielsweise 90 in der Verbandsliga – erreicht, gewinnt das Spiel.

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Winterurlaub an der Nordsee